Von nun an standen wir mit Hilfe einer Übersetzerin in direktem E-Mailkontakt mit „Sergej“ und er hielt uns für einen Russen aus Köln.

Wir sagten ihm zu, dass wir die eintreffenden Waren mit einem Bus nach Tallin (Estland) senden würden und dafür ein Notebook unserer Wahl aus der Sendung behalten würden.

Tatsächlich ging kurz nach unserer Mail an Sergej wiederum eine betrügerische Bestellung bei unserem Berliner Kunden ein und 4 Notebooks wurden an unsere Kölner Adresse geliefert.

Weitere Ermittlungen (z.B. in Tallin) führten dann zur Identifizierung der Hackergruppe aus der Ukraine, die für die Bestellungen verantwortlich war.
Bis heute ist nicht klar, ob und wie die Verantwortlichen in ihren Heimatländern strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, aber die Angriffe auf die Serversysteme unseres Kunden konnten endgültig gestoppt werden und damit weiterer Schaden vermieden werden.

Ein Jugendbild von Sergej:

 

 

Der hier geschilderte Fall hat sich in ähnlicher Art und Weise tatsächlich zugetragen und uns in ganz Europa beschäftigt. Das hat auch die Zusammenarbeit mit der Polizei erheblich erschwert, da diese jeweils nur das lokale (kleine) Delikt gesehen haben und nicht den Gesamtfall.


Der Fall 'Rayong':

In einem anonymen Schreiben werden einem Unternehmen die vertraulichen Daten des Mitbewerbers zum Kauf für 5 Millionen EUR angeboten.


Lesen Sie hier, wie der Fall gelöst wurde....